Warum es nicht in Ordnung ist, dünne Menschen fertig zu machen

Wohlfühlgewicht. Kurven. Weiblichkeit. Das sind drei Dinge, die mir immer wieder abgesprochen werden. Denn ich bin dünn. Oder mit anderen Worten: ein Hungerhaken. Flach wie ein Brett. Nur attraktiv für Hunde, denn die stehen auf Knochen, während echte Männer echte Frauen mit echten Kurven bevorzugen.

Andere unterstellen mir Magersucht, Bulimie und sogar mangelnde Fruchtbarkeit bei diesem schmalen Becken. Wie voller Sorge praktisch Fremde plötzlich werden können! “Bitte werft der dürren Frau einen Burger zu, die bricht ja gleich durch in der Mitte!”, rief neulich beim Mittagessen eine dicke Frau in meine Richtung. “Bitte nehmt der fetten Frau den Burger weg, der Stuhl bricht ja gleich durch in der Mitte!” Hätte ich das geantwortet, wären alle mit Heugabeln auf mich losgerannt. Jedem ist klar, dass Kommentare übers Dicksein beleidigend und falsch sind. Aber warum ist das andersrum so salonfähig?

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