Top von Starstyling, Uhr von Junghans und Lackhose von Asos

     

Ihr habt das große Glück, eine LA-Reise in Aussicht zu haben? Ich bin neidisch wie Noel Gallagher auf die weltweiten Chartplatzierungen von „As you were” – und kann euch nur sagen: ihr werdet die Zeit eures Lebens haben. In der Stadt, wo sogar Straßen und Stadtviertel Prominente sind (Beverly Hills! Melrose Place! Sunset Boulevard!). 

Ich muss zugeben, richtige LA-Cravings habe ich erst, seitdem ich Stuckrad-Barres “Panikherz” gelesen habe (andere berichten nach der Lektüre des Buches von ganz anderen Cravings, aber das nur am Rande.) Das im Buch so schillernd-lebensgefühlig beschriebene Chateau Marmont mit der Gucci-Reklame stand noch vor dem Hollywood-Boulevard mit dem Britney-Stern auf meiner Sightseeing-Liste. Und wie es der Zufall der Sightseeings (oder meine Einbildung?) so wollte, saß im Chateau Marmont auch direkt mal Stuckrad-Barres Freundin am Nebentisch und bestellte in perfektem Englisch einen Cappuccino (Ju, was that you? Wenn ja, haben sich die 25-Dollar-Gin-Tonics mittags gleich doppelt gelohnt).

Gewohnt haben wir aber nicht im Chateau Marmont (haha, I wish!), sondern in Venice, 2 Minuten vom paradiesischen Venice Beach entfernt. Wo wir jeden Morgen mit Fahrrädern am Strand entlang zum Santa Monica Pier und zurück gefahren sind – wie es übrigens US-Cosmopolitan-Autoren-zufolge gleicherzeit auch Justin Bieber und Selena Gomez taten. Persönlich bestätigen kann ich es nicht, ich war von dem wunderschönen Ausblick auf den Santa Monica Pier zu sehr abgelenkt. Und der Sonnenuntergang mit dem pink sky am Abend erst… oh my!

Venice hat mir deutlich wesentlich besser gefallen als Hollywood. Macklemore und Geeks&Freeks-Göttin Linda Cardellini übrigens auch, denn sie saßen mit uns im Butcher’s Daughter beim Frühstücken am Nebentisch. Im Butcher’s Daughter solltet ihr, wenn in LA, auf jeden Fall vorbeischauen – der selbstgemachte Kokosjoghurt mit Früchten sowie das Mexican Cacao Elixier (der Reishi-Pilz darin wird euch jung bis unsterblich machen!) sind unglaublich gut. Ihr findet das Restaurant in der Abbot Kinney, der wunderschönen langen Promenade mit tausend Cafés und bemalten Bleeding-Hearts-Wänden, die ihr von diversen Insta-Feeds kennt.

Und wenn wir schon bei restaurant-Tipps sind: Die vegane und gesunde Küche in LA ist so heftig im Vergleich zu Deutschland (ja, Berlin eingechlossen)! Allein die Bowls und Nachtische im Café Gratitude (Schwester vom Gracias Madre in der Melrose Ave) lassen mich noch heute nachts von sich träumen. Und die Trüffel-Pizza mit Pilzen im Gjelina (nicht vegan) solltet ihr unbedingt ein mal im Leben probiert haben. Man munkelt, Gott persönlich steigt hier auf die Teller herunter, alle essen mit geschlossenen Augen und man hört überall nur “mmhh…mmmhhh…mhhhhhh!”.

Und ja, ich habe mich natürlich gefragt, wie ich unter den all den Schönen, Reichen und gut angezogenen in LA möglichst wenig negativ auffalle – und habe meine Outfits der Farbenfreude und dem Flair der Stadt angepasst: Das schöne und aussergewöhnliche Top von Starstyling habe ich zu einer Asos-Lackhose kombiniert und dazu meine schlichte klassische Junghans-Uhr getragen, damit sich Outfit und Accessoires gegenseitig ergänzen und nicht die Schau stehlen. Und guess what: der Look hat mir sogar im Chateau Marmont ein “I love your Outfit!” eingehandelt, und das aus dem Mund eines von Kopf-bis-Fuß-perfekt-gelackten Taylor-Lautner-Lookalikes! Ja, ich würde sofort hierherziehen…