Was bedeutet eigentlich “guter Stil”? Diese Frage habe ich mir in den letzten Jahren oft gestellt, zumal mein persönlicher Geschmack von der aktuellen Mode gefühlt immer mehr abweicht (Kardashians sind DIE Stil-Ikonen unserer Zeit – doch ich kann mich mit keiner einzigen Schwester identifizieren, nicht mal mit Kendall). Also blätterte ich in der Vogue, in Carolin de Maigrets “How to be parisian” und klickte mich durch die üblichen Fashion-Blogs. Doch fündig wurde ich mal wieder nur bei einer, meiner persönlichen Stilexpertin… Wäis Kiani.

Ja, ich wende mich an Wäis seit den ersten Stunden ihrer Berühmtheit. Seit 2005, um ganz genau zu sein, als ich noch zarte 20 war und ihr Buch “Stirb, Susi” rauskam, zum Bestseller wurde und von mir und meiner Freundinnen wie eine Bibel in Sachen Mann, Dates und vor allem Stil behandelt wurde. Wäis weiss Rat, wenns darum geht, sich ordentlich zu benehmen. Eine Diana zu sein inmitten der Kardashians. Sie zitiert Brian Ferry (“Soll ich mir mit einem hässlichen Anzug die Laune verderben?”) und Al Capone (“Mit guten Worten und einer Waffe erreicht man mehr als mit guten Worten allein”). Doch ihre eigenen Worte sind es auch allemal wert, zitiert zu werden (“Ein Mann, aus dem kein Rauch kommt, brennt auch nicht”). Sie trägt bestimmt nur weichstes Kashmir das sich anfühlt wie Siamkatzenbabies, riecht immer wie eine frisch geschälter Pfirsich und kontert auf jeden Satz mit einem Kommentar so geistreich, dass selbst Stuckrad-Barre den von Udo geliehenen Hut ziehen würde.

Als ob das noch nicht genug wäre, hat Wäis auch noch eine sagenhaft coole Schwester – neulich las ich eine Liam-Gallagher-Liebeserklärung von Violet Kiani und wurde richtig sauer, dass sie nicht von mir war.

Und so lese ich nicht nur unbesehen alles von beiden Kianis, ich höre auch auf Wäis. Ich höre auf sie, wenn sie sagt, ein Wurstkurs, in dem man lernt, selbst Wurst zu machen, macht Spaß. Ich höre auf sie, wenn sie sagt, dass man nicht viele, sondern nur die richtigen Sachen braucht. Schön und zeitlos, klassisch und elegant.

Als es darum ging, eine Uhr auszusuchen, die zu allem passt (selbst zum Leoparden-Overall mit roten Overknees), fragte ich mich, wofür Wäis sich entscheiden würde. Und so wählte ich ein Modell von Junghans, in schlichtem Silber. Mit einem gewissen Extra aus kleinen Diamanten. Ich habe vor, sie die nächsten Jahre jeden Tag zu tragen, egal, zu was. Und es ist wie das Wunder von Klassikern, von denen Wäis immer spricht: sie passen einfach zu allem. Sind unaufdringlich, haben aber genau das gewisse Extra, das aus einem Outfit das perfekte Ensemble macht.

Für diesen Blogpost wurde mir von Junghans das PR-Sample kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.