Haben wir nicht nur Lebensabschnittspartner, sondern auch Lebensabschnittsfreunde? Und welche dieser Freundschaften ist echt? Kann man nur befreundet sein, wenn man einen Alltag teilt? Oder reicht es, sich vom gegenseitigen Leben zu erzählen?

“Good friends we had, good friends we’ve lost … along the way”: Bob Marley bringt meine Freundschaften ziemlich gut auf den Punkt: Ich traf in den verschiedenen Stationen meines Lebens viele Menschen, freundete mich mit einigen gut an, doch die meisten verschwanden, sobald sich meine Lebenssituation änderte (neuer Job, neue Stadt) – und ich merkte es erst, als es zu spät war.

Man nennt es wohl “auseinanderleben”, geht seinen täglichen Erledigungen nach, und es fällt nicht auf, dass Menschen, von denen man dachte, sie seien Freunde, unwichtig werden. Erst wenn Dezember ist, ein weiteres Jahr vergangen und “der Kaffee, den man unbedingt mal wieder trinken sollte”, nicht getrunken wurde, ist klar: Die Freundschaft existiert nur noch in der Vergangenheit.

Sind wir alle nur “Mikrokosmos-Freunde”?

Suchen wir uns immer wieder neue Bezugspersonen, je nach unserer aktuellen Lebenssituation? Menschen, deren Sorgen zu denen in unserem aktuellen Mikrokosmos passen? Weiterlesen auf Stern.de/Neon