Lifestyle

Eine Bloggerin regt sich darüber auf, dass jemand ihr Kleider nachkauft, bitte was? Ja, auf der einen Seite ist Inspiration Teil des Jobs. Doch was, wenn jemand aus deinem direkten Freundeskreis sich plötzlich eine Garderobe aufbaut, die neben deiner aussieht wie DiCaprios Ex 5 neben DiCaprios Ex 12? Und deine Hobbies, Lieblingsbands und sogar Instagram-Captions 1:1 übernimmt? Sprichst du sie darauf an, lästerst du mit anderen oder fühlst du dich gar geschmeichelt?

Bitch, ich verklage dich auf Meinkleid

Ich habe da eine Freundin, nennen wir sie mal Plagia Briatore. Plagia findet irgendwie alles dope was ich tue. So super, dass sie schnurstracks in jeden Laden rennt, aus dem ich grad rauskomme. Jedes Café aufsucht, wo ich war. Und neuerdings sogar meinen Beruf ausüben möchte, ohne dass ihr Lebenslauf damit in irgendeiner Weise zu tun hätte.

Ja, Plagia ärgert mich. So viele Klamotten kann ich gar nicht wegschmeißen, wie viele sie mir nachkauft. Doch kann ich was dagegen tun? Einstweilige Unterhosen-Verfügung? So sehr man sich ehrlich freut, wenn Follower den eigenen Stil mögen und die Kleider von den Bildern kaufen – wenn es jemand aus deiner direkten Umgebung macht, ist das Verhältnis ein ganz anderes. Plagia begegne ich oft im Alltag, wir haben einen gemeinsamen Freundeskreis. Wenn sie irgendwo in meinem Outfit auftaucht, fühlt sich das wie beklaut werden an und nicht wie ein Kompliment. Ich fühle mich um meine kreative Leistung beraubt, ohne irgendwo als Urheber aufzutauchen.

Außerdem gebe ich mir Mühe, einen individuellen Stil zu pflegen – es ist sogar Teil meines Jobs. Und wenn drei Straße weiter eine exakte 1:1 Kopie aus meiner Wäsche guckt, möchte ich Feuer speien wie die rote Wut:

„Copywritten, so don’t copy me“ (Missy)

Wo ist also die Grenze: wo hört Inspiration auf und wo fängt Identitätsklau an? Und wie gehe ich mit Plagia um? Sag ich es ihr ins Gesicht? Oder behalte ich die Gedanken für mich und wandle die Wut in einen Rap Text um?

Szenario 1: Fake News!

Nehmen wir mal an, ich spreche sie darauf an. Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit fühlt sie sich ertappt, schämt sich und leugnet’s.

Fake News! Normalerweise kopiert man jemanden ganz bewusst – wird man dabei erwischt, ist es höchst unangenehm und man wird sich gegen den Verdacht sträuben wie Sophia Thomalla gegen ein Rendezvous mit einem Versicherungsvertreter. Sie wurde ertappt, weder ihrem eigenen Geschmack noch ihrem Instinkt zu vertrauen – und streitet alles ab.

Szenario 2: Don’t teeeell me, its not worth fighting fooooor…

Ich sage nichts und rege mich jedes mal auf, wenn sie mir was nachmacht, bis ich sie immer weniger leiden kann (aktueller Status quo, btw.). Aktuell vertröste ich sie bei jeder Brunch-Anfrage und halte sie hin – weil ich mich nach jedem Treffen wie ein ausgenommenes Portemonnaie fühle. Als würde ich ihr von mir abgeben und abgeben, aber im Gegenzug nicht viel zurückbekommen.

Und in einer Freundschaft sollten doch beide was voneinander haben, oder?

You’re toxic, I’m slippin’ under

Eine Freundin komplett bis hin zur Sockenfarbe zu imitieren ist einfach nicht cool. Es ist dreist und greift ins Persönlichkeitsrecht ein, beraubt der Individualität. Eine echte Freundin würde soetwas vermutlich nicht machen – ist Plagia also diese berühmte “toxic friend to get rid of”, von der alle immer erzählen? Habe ich einfach Pech und bin in Scheiße getreten? Ich werde berichten…

PS: Das Kleid auf den Bildern habe ich extra nicht verlinkt, um es vor Plagias Langfingern zu bewahren. Es hängt aber noch in allen Läden und ist im Angebot – schreibt mir also gern eine PM, wenn ihr wissen wollt, wo genau. 😉

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